Das Handwerk des Dirigenten - Erfolgreiches Seminar in Südtirol

Der Bezirk Pustertal des Verbands Südtiroler Musikkapellen
veranstaltet eintägigen Lehrgang für Kapellmeister


Mühlwald(bfk). Das Seminar für Dirigenten, das vergangenen Samstag im Vereinshaus von Mühlwald abgehalten wurde, stand unter dem Motto eines „Erste-Hilfe-Kurses“ für Dirigenten. Die 18 Teilnehmer, darunter zwei Teilnehmerinnen, befassten sich zusammen mit dem Dozenten Magister Thomas Ludescher mit den alltäglichen Problemen eines Dirigenten in einer Kapelle.

Die Bandbreite der besprochenen Themen reichte von Probeneffizienz über Dirigiertechnik bis hin zu klangtechnischen Fragen und vereinsinternen Strukturen. Neben dem Theorieteil am Vormittag stand am Nachmittag eine Vollprobe mit Orchester auf dem Programm. Die Rolle der Testkapelle übernahm die Musikkapelle Mühlwald.

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Die - sehr allgemein gehaltene - Herangehensweise an die Aufgaben des Kapellmeisters sei durchaus beabsichtig gewesen, sagte Bezirkskapellmeister Andreas Pramstraller. So entstehe ein lebhafter Diskurs unter den Teilnehmern. „Es ist wichtig dass sich ein Dirigent sich immer weiter entwickelt um dadurch auch das Niveau der eigenen Kapelle weiter entwickeln zu können.“, erklärte Pramstraller. Als Bezirk Pustertal wolle man, im Rahmen des gegebenen Budgets, weiterhin die Ausbildung von Kapellmeistern fördern und ein zukunftsorientiertes Angebot bieten, das langfristig eine konkrete Linie verfolgt.

Der Seminarleiter Thomas Ludescher, unter anderem Professor am Konservatorium in Innsbruck, hob vor allem das Motivationspotential einer solchen Veranstaltung hervor. Als „Einzelkämpfer“, der man als Dirigent oft sei, sei dieser Austausch von Ideen sehr wichtig. „Natürlich kann man gewisse Themen, vorwiegend technischer Natur, nicht an einem Tag erarbeiten. Die Ansätze jedoch, die man in so einem Kurs mitkriegt sind oft sehr hilfreich. Um diese umzusetzen braucht es jedoch Eigeninitiative der Teilnehmer“, sagte Ludescher. Helfen könnte dabei ein Charakterzug, den der europaweit tätige Blasmusikdirigent Ludescher bei Südtiroler Kapellmeistern ausmacht. „Die leidenschaftliche und oft auch bissige Auseinandersetzung mit der Blasmusik ist auffällig. Die allgemeine Offenheit gegenüber neuen Ansätzen sorgt dafür dass sich viele gute Dinge entwickeln können.“

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